Hallo Frank!
Alles was du da schreibst, kann ich absolut unterschreiben. Marathon tut wesentlich mehr weh

, die Mauer vom Marathon gibt es beim Skiken nicht.
Es kommt eher langsam angekrochen, das Gefühl der absoluten Müdigkeit.
Ich weiß noch wie ich einmal nach 80 km nur noch mit Cola weiterkam.Das ANKOMMEN wurde dann zu so einem Gefühl wie beim richtigen Vasalauf.
Aber es ging , das plötzliche Aussteigen beim echten Marathonlauf ist was ganz anderes, da ist plötzlich der Tunnelblick da, wohl dem der jeden Kilometer jemanden zum Aufmuntern an der Strecke zu stehen hat.
Und der Tag nach dem "echten"Marathon auf 110%gelaufen war immer brutal, Treppen rückwärts gehen, mentale Schwäche , das Marathonloch halt.
Beim Skiken tut einen am Tag danach NICHTS weh, gar nix. Schon komisch! Allerdings bin ich auch noch nie voll auf Druck die Marathondistanz geskikt.
Im Moment bastele ich eher an der Grundschnelligkeit, den 5000m WK der Frauen auf der Bahn habe ich schon erreicht, mit dem Männerrekord wird es noch etwas dauern---

Wenn du nochmal einen Halbvasa machst wäre ich gerne dabei!
beste Grüße
aus Berlin
Holger
Zitat:
Zitat von Frank Röder
Teil 2 - Bericht Halb-Wasa
Okay das war’s jetzt, nur noch gut vier Kilometer zu Ziel, dachte und hoffte ich. Kurz darauf passierte ich in etwa 3 Stunden und 11 Minuten die Marathonmarke von 42,2 km. Der Vergleich mit dem Marathonlauf ist aber völlig unzulässig. Marathonlaufen tut mehr weh, obwohl man nicht so viel von seinem Körper fordert. Eine „Mauer“ im Sinne der Marathonlaufes gibt es beim Skiken und sogar beim noch härteren Cross-Skating nicht wirklich, obwohl ich vom Energieverbrauch bei km 42 bereits mehr Energie verbraucht hatte als bei einem 50 km-Lauf. Der Energieverlust war aber gerade auf den letzten drei Kilometern extrem zu spüren. Mein Puls sackte in Regionen unter 150 ab. Die Lust auf einen längeren Endspurt verging mit völlig, ich fühlte mich völlig ausgepowert und wollte nur noch eins: ANKOMMEN.
Nach 3 Stunden und 24:30 Minuten erreichte ich mit ziemlich niedrigem Puls um die 150 das Ziel und schnaufte dabei trotzdem wie ein Mittelstreckenläufer. Um ein Haar hätte ich mich auf dem Boden geworfen, wie man es bei Ski-Langlaufwettkämpfen so oft sieht, doch ich konnte mich noch beherrschen. Ich konnte keinen Muskel benennen, den ich in diesem Moment nicht deutlich spürte. Doch Skiken ist nun einmal völlig anders, denn keine sieben Minuten später, saß ich bereits im Auto und fuhr nach eigenhändig Hause.
Wie anders Skiken ist, spüre ich heute, exakt 24 Stunden später. Mit einer immer noch deutlich spürbaren Muskelermüdung (Kraftlosigkeit), aber doch ohne Muskelkater, schreibe ich nur diesen Bericht und freue mich bereits auf mein morgiges Skiketraining. Skiker erholen sich offenbar doch schneller als ihre Schuhe trocken...
Bis bald, beim Skiken und Langstrecken-Cross-Skating,
euer Frank Röder
(überwiegend cross)
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