Hallo Eva,
vorab mal ein kurzer Versuch einer Antwort, gekoppelt mit einer Frage:
Da Du den ISG-Bereich angesprochen hast, hast Du hier starke Schmerzen? Oftmals wird, wie bei Rückenschmerzen im LWS-Bereich, eine Kräftigung der dort ansetzenden Muskelgruppen angeregt, was häufig in die Hose geht.
Da Du scheinbar bei einem guten Therapeuten und guten NW-Trainer bist (ich bin begeistert, Du läufst mit dem langen Arm - ein Licht im Wald der 'Laubsammler'

), wurdest Du sicher auch schon auf die
Stärkung Deiner (v.a. schrägen) Bauchmuskulatur hin getrimmt. Auch die
Oberköperaufrichtung aus dem NW und der Therapie kannst und solltest Du auch bei Schmerzen im ISG mit ins Cross-Skaten übernehmen. Schon durch eine leichte 'Dauer-Oberkörpervorlage' können im Bereich des ISG durch die zu hohe Muskelspannung (Po, unterer Rücken) Entzündungsvorgänge forciert werden. Hier ist dann Druckentlastung durch Aufrichtung gefragt.
Ich bevorzuge auf Grund der positiven Erfahrungen aus dem Nordic-Walking auch die Fahrweise mit dem (relativ) langen Arm. Was die Stocklänge betrifft (um zu Deiner Frage zu kommen), habe ich gerade mit Trainerkollegen verschiedene Bewegungsanalysen und 'gefühlte Belastungsstudien' durchgeführt - ich war überrascht.
Durch einen längeren Stock wird trotz langem Arm das Aufsetzen weicher, der Schub gleichmäßiger und nach hinten raus intensiver (eine gute Schulterstabilisierung/tiefe Schultern vorausgesetzt).
Daher -hinhören Klaus, du wirst teils triumphieren- eine Revision meiner Stock-Wunschlänge hin zu länger

Die absolute Begeisterung kam dann beim Einsatz der neuen Länge in Kombination mit der 3-Punkt-Technik und dem Permanent-Antrieb (von Frank schon mal ansatzweise vorgestellt, jedoch derzeit wg. der anfangs hohen Sturzgefahr bei 'Semi-Einsteiger-Profis').
Was nicht-hämmernder Einsatz und weichen Druck angeht, bin ich schon recht sensibel. Meine sonst empfindlichen Suspension-Tips von Exel halten auch 500km ohne Nachschleifen.
Aber dann noch das Gefühl mit den langen Stöcken, man sollte es einfach mal testen. Im Nordic-Walking tödlich für die Gelenke, bringt hier ein längerer Stock unter gleichzeitiger Haltungs-/Technikkontrolle zum Geschwindigkeitsvorteil noch ein weicheres Schub-Gefühl.
Laß Dich aber auf jeden Fall mit der Video-Kamera filmen, damit Du Schulter- und Oberkörperposition überprüfen kannst.
Wegrutschen sollten die Stöcke dann auch nicht mehr, da je nach zeitlichem Ablauf des Aufsetzens, bei zu kurzen Stöcken eine gewisse Todphase im Schub/Druck entsteht und man Bodenkontakt verliert. Da sind wir aber wieder bei dem Thema Korrektur - nur die Stocklänge verändern heißt noch lange nicht, dass das Problem beseitigt wird. Der Trainer 'Deines Vertrauens' wird dann sicherlich auch auf die Gelenkwinkel, Stockwinkel und eingesetzte Kraft eingehen.
Ansonsten, noch viel Spaß und aufrechte Körperspannung beim Fahren...
Mirko