Thema: Wackelbrett
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Alt 21.08.2008, 11:04
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Mirko Fuchs Mirko Fuchs ist offline
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Cross-Skater
 
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Hallo Ihr gewollt Instabilen im Land,

kaum schaut man mal 2 Tage nicht ins Forum, da kommt mein Thema auf den Tisch

Danke Frank für diesen schönen Titel (wenn auch ein bischen lang, passt ja auf kein T-Shirt)
Zitat:
Zitat von Frank Röder Beitrag anzeigen
Die Zusammenhänge hat auch schon sehr früh der cross-skatende Bewegungs-Fachmann Mirko Fuchs festgestellt und das Motion-Board mit speziellen Übungen entwickelt. http://www.mfsport.de/
Frank
,ich werde ihn hoffentlich auch in Zukunft in Ehren tragen.

Zu meinen Vorschreibern kann ich erst mal sagen, dass all die vorgeschlagenen Hilfsmittel grundsätzlich zu empfehlen sind. Bei vielen gibts starke Einschränkungen in der Nutzungsbreite, aber selbst die gebastelten Brettchen erfüllen in einem gewissen Rahmen ihren Zweck.
Damit eine maximale Trainingseffizienz und eine geringstmögliche Schädigung unserer kostbaren Gelenkstrukturen gewährleistet ist, sollte jedoch grundlegendes Wissen im diesem Trainingsbereich vorhanden sein oder angeeignet werden.

Ich habe die letzten 10 Jahre mit so ziemlich allen Geräten, die in diesem Sektor (Propriorezeptives Training, Core-Training, Koordinationsschulung...) eingesetzt werden, trainiert. Die Preise variieren hierbei zwischen 15.- und 1.500.- EUR. Auch einen Prototypen mit computergesteuertem Biofeedback-System habe ich vor einem Jahr entwickelt, danach mit Kunden und Patienten getestet, gelernt und den ganzen PC-Schnickschnack in die Tonne gehauen.
Der eigene Körper ist immer noch das beste Biofeedback-System, man muss nur wissen, worauf man achten sollte und welche Ziele man verfolgt.

Alle diese Geräte haben eines (v.a. mit dem Cross-Skating) gemeinsam: sie erzeugen eine künstlich hergestellte, instabile Situation/Standfläche, die es zu bewältigen gilt.
Das günstigste und gleichzeitig wertvollste Trainingsgerät hierbei ist immer noch Euer Körper.
Einfach mal mit geschlossenen Augen (einen Sinn ausschalten, die anderen wachrütteln) auf ein Bein stellen, den Kopf langsam nach links und rechts drehen und mal fühlen, was im Sprunggelenk, Knie, Hüfte, Rumpf und Nacken abläuft.

Ein Großteil dieser Gefühle entspricht dem oft unbewußt wahrgenommenen Unsicherheitsgefühl bei den ersten Cross-Ausfahrten, und man will wieder die gewohnte Sicherheit erlangen.

Dies ist das Grundprinzip des Koordinationstrainings auf einer instabilen Unterlage.
Sicherheit durch (Ober-)körperaufrichtung, Rumpfspannung, Beinachsenstabilisierung, schnelle Reaktion der Basis (Füße)...


Auf dieser Grundlage und den Erfahrungen mit den oben bereits erwähnten Gerätschaften basiert mein Trainingssystem mit dem Motion-Board, in welchem ich den Versuch gestartet habe, die vielen positiven Eigenschaften der derzeit erhältlichen Geräte zu vereinen.
Das Gelingen dieses Versuchs wird, so hoffe ich auf jedenfall, in der nächsten Zeit durch die immer größer werdende Nutzergemeinde bestätigt.

Da die nächsten Tage meine Zeit noch recht begrenzt ist, bitte ich um etwas Geduld - mit dem Ansprechen dieses Themas ist eine kleine Welle ausgelöst worden (viele mail-Anfragen, Sorry - derzeit nur schwerlich zu bewältigen, aber trotzdem freu ich mich darüber und Ihr hört von mir!). Eine Welle, die ich auf keinen Fall bremsen möchte.

Das System wird nach einer 2-jährigen Testphase seit rund einem halben Jahr lokal eingesetzt und in Kleinserien produziert. In ca. 4-6 Wochen wird dann der Übergang zum Versand erfolgen.
Der niedrige Einführungspreis soll auch nicht großartig erhöht werden, auch wenn dabei (fast) nichts am Materialverkauf hängenbleibt. Zielsetzung war und bleibt das Pushen einer gigantischen Trainingsmethode mit ausgereiften und hochwertigen Trainingsunterlagen, wie auch das 'Lust machen' auf eine Beschäftigung mit dem eigenen Körper. Hierfür bin ich derzeit bei vielen Therapeuten, Vereinen und Firmen vor Ort, da dieses System in Kleingruppen, wie auch im häuslichen Training flexibel eingesetzt werden kann.

Dazu aber bei Bedarf in den nächsten Tagen mehr.

Sonderstellung nimmt noch das Slacklinen bei uns ein - würde ich nicht gerade direkt nach einer Kreuzband-OP empfehlen, macht aber Laune ohne Ende und hilft beim Überwinden scheinbar vorhandener Bewegungsgrenzen.

Nochmals meine Aufforderung an alle bewegungshungrigen Mitroller: Probiert aus, spielt, bleibt locker im Kiefer (die Verbissenden kommen am langsamsten vorwärts) und traut Euch, neue Wege einzuschlagen.

Es wäre schön, wenn ich Euch dabei unterstützen kann - also bis dann.

Mirko
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www.mfsport.de
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