Moin !
Im aktuellen Spiegel ist ein Interview mit einer (angeblich) zentralen Figur im weltweiten Handel mit Dopingmitteln. Nach dessen Aussagen sind die bei Topleuten beliebtesten Drogen den Fahndern nicht einmal bekannt. Er geht außerdem davon aus, dass das Topsegment durchgängig gedopt ist. Wenn ich mir das klarmache, relativiert es zwar die Bedeutung der Leistung im Vergleich zu Mark Spitz, aber eigentlich nicht im Vergleich zu den anderen Schwimmern. Er verfügt eben auch über einmalige physische und motorische Begabungen ohne die Doping allein auch nicht helfen würde. Dieses Doping kotzt mich an, weil eigentlich nur noch interessant ist, wer erwischt wird. Aber sollen wir wirklich den Stab über den Sportlern brechen ? Sie haben einen kleinen Zeitraum im Leben, der dafür geeignet ist, die eigene Leistung zu 110 % abzurufen. Sie trainieren dafür in für mich unvorstellbarem Ausmaß und verhalten sich, auch unter dem Druck von Sponsoren, Käufern von Fernsehrechten, Zuschauern etc., in gewissem Sinn einfach nur professionell, wenn sie alle Möglichkeiten Nutzen.
Aber Achtung: ich verachte Doping. Nur, eine Gesellschaft, die permanent und in allen Lebensbereichen nach höchster Effizienz und Leistung strebt, egal ob am Fließband, in der Schule etc., kann unmöglich glauben, dass der Profisport andere Regeln einhält. Ich denke, die Entwicklung ist im Sport schon seit Jahren unumkehrbar. Und nicht nur dort. Wir sind so süchtig nach Steigerung, dass wir eines Tages feststellen werden, dass der Mensch eine viel zu kostspielige Lebensform ist. Er braucht alles mögliche und hinterläßt gewaltige Rückstände in jeder Form. Wir werden uns dann selbst abschaffen und durch etwas effizienteres ersetzen. Irgendein genügsames Neuronenmaschinchen mit Brennstoffzelle. Oder so wie Wall-E, ist doch niedlich !
Wo wir gerade von Fließband sprechen:
http://www.youtube.com/watch?v=q4zxwTRbkZk
Kann man das Ding demnächst im X-Skating Online Shop bestellen...
Viele Grüße
Teerjacke