Thema: Skikekurse
Einzelnen Beitrag anzeigen
  #6 (permalink)  
Alt 30.06.2008, 00:55
Benutzerbild von skikemax
skikemax skikemax ist offline
Benutzer
Cross-Skater
 
Registriert seit: 10.05.2007
Beiträge: 73
Standard

Gestern hatte ich ein lustiges Erlebnis.
Ich hoffe nur, die DSV und DIV Nordic Skating Ausbilder sind besser als die Broschüre die Powerslide herausgibt. Die Broschüre weist nämlich auf diese Trainer hin
Mir hat jemand ganz stolz dieses Heft unter die Nase gehlten (lag wohl einem Paar Powerslider bei). Degegen verblasst sogar das Diskussionsthema, ob eine scheinbeindruck-aktivierte Bremse (Powerslide) oder eine wadendruck-aktivierte Bremse (Skike) besser ist.
In der Broschüre werden allerhand lustige Fehler und Absurditäten aufgezählt, die man auf Cross-Skates machen soll. Zum Beispiel soll man durch belasten des linken Beines eine Linkskurve fahren können. Das geht mit meinen Luft-Skates nicht und ging, so wie es dort erklärt wird, auch nicht mit meinen Inlinern. Als fortgeschritte Technik soll der Powerslider dann in der Kurve seine Skates übersetzen. Okay, die Dinger sind rund 5 cm kürzer als Skikes, aber mach das mal einer mit Stocktechnik! Klingt für mich mehr wie fortgeschrittener Unsinn.
Und dann kamen noch Bilder, die Inlineskates zeigen.
Danach kommen Textpassagen mit iregend welchen "Gangstufen" bei Skaten, die der Andreas Körber in sein inzwischen legendär schlechtes Buch übernommen hat oder umgekehrt (hallo Powerslide, hallo Meyer&Meyer-Verlag, da habt ihr es aber mit einem fantasielosen "Fachmann" zu tun). Powerslide hat ja das Buch sehr leicht erkennbar gesponsert. Okay, ein Skiketrainer sage mir, dass das auch so in irgendwelchen Schulungmanuskripten von Skike steht. Da ist am Ende noch nich ganz klar, wer hier von wem abschreibt - ist mir auch egal. Diese Autofahrermentaltiät ("Gänge schalten", wenn an schneller wird, ha, ha) spricht mit gar nicht an.
Lustig ist dann wieder, dass bestimmte ungebremste Skatemodelle dort als mit einer "Wadenbremse" ausgestattet beschrieben werden. Ich weiß, dass diese Geräte ncihts, außer bestenfalls einer "Hinterbackenbremse" besitzen. Auch soll man die Skating-Stöcke mit zum Bremsen einsetzen - die Stockhersteller und Unfallchirurgen freuts. Oder per T-Brake, wird es auch empfohlen, na ja, davon redet keiner mehr, der das schon auf Schotter ausprobiert hat. Und als Ex-Speedskater weiß ist ganz gut wie diese Bremstechnik geht.
Dann gibt es noch ein paar widersprüchliche Tipps zum Reifedruck und den Ratschlag für Pannen immer Flickzeug dabei zu haben oder einen Reifen zum Wechseln. Da sprechen die echten Parktiker! Vieleicht noch einen Picknickkorb mitnehmen, wenn es schon etwas länger im Wald dauert?
Dann gibt es einen interessanten Hinweis darauf, dass man ein zweite Bremse auf eigene Gefahr nachrüsten kann. Damit hat man den Status von Skike-Eigenumbauen (auch ohne Gewähr) erreicht und das mit Originalteilen!
Danach noch eine Rechenaufgabe: Ein Zweimetermann kauft einen Stock, nach der dort angegebenen Formel, Körpergröße mal 0,95 und schaut in der Grafik ob das stimmt. Na ja. 180 cm steht da...basst schoo! Oder der Tipp "Schlaufenaustritt im Mundhöhe". Das wäre bei vielen Leuten Körpergröße mal 0,88. Ach, was solls auf 14 cm kommt es doch nicht an.
Danach kommt der verwirrende Hinweis zu den Radlagern, je höher die ABEC-Zahl desto höher ist die Quälität, aber trotzden können ABEC 1 Lager leicher laufen als ABEC 7 Lager. Hääää? Da scheint man den Begriff Qualität noch nicht definiert zu haben.
Er hätte ja schon viel geholfen, wenn jemand nach Fertigstellung der Broschüre sie noch einmal durchgelesen hätte. Keine Seite ohne Fehler oder Widersprüche! So wirkt sie, ähnlich wie das Körber-Produkt, nur wie ein ungezielter Schnellschuss.
Also gegen über solche Unterhaltungslektüre wirken die Tipps von Skike, dass man über Wiesen skiken kann recht harmlos, dann da fällt man wenigstens weich.

Oh gottogott...

Max
Mit Zitat antworten