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Alt 14.05.2008, 08:21
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Frank Röder Frank Röder ist offline
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Dauergast im Cross-Skating Forum
 
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Hallo,

ich denke oft, wenn das Gespräch auf Abstützen durch köchelhohe Schuhe kommt, hier wird am eigentlichen Thema vorbeigeredet.
Wir vergleichen dann quasi Fallschirmspringen (genauer: die Landung) mit Seiltanzen (genauer: exaktes Balancieren). Kein Seiltänzer würde Fallschrimspringerstiefel tragen, weil sie ihn auf dem Seil "stabilisieren", das Problem würde sich nur weiter weg von der Stelle verlagern werden, wo man aus eigener Kraft am meisten korrigieren kann, nämlich im Sprunggelenk.
Um auf dem Skike sauber zu fahren, korrigiert man die Bewegungen aus dem Sprunggelenk innerhalb von Bruchteilen eines Winkelgrades und ich glaube wenn man mehr als 2 Grad abknickt, leidet die Technik schon enorm.
Davon abgesehen habe ich noch nie einen Wanderschuh getragen, die ein seitliches Abknicken um 2 Grad verhindern konnte. Der stabilisierende Effekt kann es also nicht wirklich sein, vielleicht doch mehr ein Placebo-Effekt.
Bei allen Cross-Skates mit festem Schuh, wie beispielweise Powerslides, fällt der positive Effekt, dass man eine sinnvolle Koordinationsbewegung im Sprunggelenk lernt, fast weg. Passiv zu "stabilisieren" heißt nämlich auch "verwöhnen" und damit eine motorische oder muskuläre Dysbalance zu verstärken. Ben hat mit seiner Bemerkung
"schützt u verwöhnt immer schön eure muskulatur, umso früher wird sie verkümmern!"
also völlig Recht!
Wenn das Sportgerät einen krücken-charakter haben (z.B. in der Reha oder bei Behinreung) mag das sinnvoll sein, es geht in diesem Moment eben (noch ) nicht anders. Aber wenn ich etwas selbst machen (ausbalancieren, stabilisieren) kann, will ich es selbst tun und den sportlichen Zugewinn für mich verbuchen.

Frank
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