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Alt 11.05.2008, 15:19
raindancer raindancer ist offline
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Dauergast im Cross-Skating Forum
 
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Hallo Roooney,

mit den Sprunggelenken habe ich auch reichlich schlechte Erfahrungen gemacht. Vor ein paar Jahren konnte ich einmal für einen Zeitraum von zwei Jahren kaum gehen, selbst kurze Spaziergänge waren praktisch unmöglich.
So war ich zunächst sehr skeptisch, ob ich überhaupt würde skiken können. Aber beim ersten Ausprobieren traten keine Schmerzen auf und es machte so viel Spaß, dass ich beschloss es ernsthaft zu probieren.
Das war im Februar letzten Jahres. Von da an war ich mit meinen uralten leichten Wanderschuhen, die alles andere als optimal waren, unterwegs. Zunächst traute ich mich nur auf feste Waldwege hier in unmittelbarer Nähe und begann mit Mini-Strecken zwischen 4 und 8 Kilometern. Das ging ganz gut, aber sobald ich auf Asphalt skikte, schmerzten hinterher die Sprunggelenke. Es schien mir so zu sein, dass das sanfte Gerüttel auf befestigten, aber nicht asphaltierten Wegen meinen Gelenken gut tat. Im September nahm ich leichtsinnigerweise an einem Halbmarathon teil (Straße) - und konnte danach eine Woche kaum gehen. Zum Glück hatte unsere Homöopathin das Problem dann im Griff.
Aber mit dem weiteren Trainieren wurde es immer besser. Nach dem Halbmarathon Ende Dezember hatte ich schon kaum noch Probleme. In diesem Jahr wurden meine "normalen" Trainingsstrecken immer länger, und inzwischen schaffe ich auch 35 km ohne nennenswerte Probleme (zumindest kann ich dann am nächsten Tag auch wieder skiken).
Vor ein paar Tagen bin ich nun endlich von meinen auseinanderfallenden Wanderschuhen auf (Billig-)MTB-Schuhe umgestiegen. Der fehlende Halt im Sprunggelenk verunsicherte mich zunächst sehr, aber dank Franks Einstellkünsten (Wadenschale zusammengebogen, Fersenbleche für meine verbogenen Gelenke optimal positioniert) geht es jetzt wunderbar. Nach knapp einer Woche fühle ich mich jetzt wieder sicher. Allerdings haben diese Billig-MTB-Schuhe (vom Discounter Li.l) den Nachteil, dass die Ferse gerundet ist und dadurch nicht so gut in der Fersenschale sitzt. Darauf würde ich beim nächsten Kauf unbedingt achten, um noch besseren Halt zu haben.

Fazit: Deine Prognose ist meiner Meinung nach günstig, wenn Du
- anfangs nur kurze Strecken skikest und nur seeeehr langsam steigerst
- vorzugsweise Feinschotterwege benutzt, vor allem in den ersten Monaten
- regelmäßig und somit mit viel Geduld übst.
Im Grunde ist das Skiken in der richtigen Dosierung Therapie für die Gelenke, und kein Physiotherapeut würde stundenlang behandeln...

Bei mir sind die Sprunggelenke inzwischen insgesamt viel stabiler als noch vor einem Jahr, belastbarer ebenfalls. Es lohnt sich unbedingt, dem Körper Zeit zu lassen!

Ich wünsche Dir viel Geduld und Erfolg, vor allem aber viel Spaß beim Skiken!
Gruß
Sigrid
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