Hallo Klaus,
bei den Profis sind die Unterschiede in der Stocklänge individuell noch unterschiedlicher als bei uns Hobbyfahrern. Für Skiprofis gibt es keine Skistock-Langen-Formeln, nur eigene Erfahrungen.
Tenendziell fahren sie aber kürzere Stöcke als wir. Warum?
Die schnellen Ski-Langlauf Skater sind inzwsichen in einer deutlich geduckten Haltung unterwegs, wordurch ihr Schultergürtel viel "bodennäher" ist als bei uns.
Mancher Skiprofi müsste in seiner gewohnten "Sitzhaltung" ganz schön nach oben kangem wenn du ihm mal deine Stöcke geben würdest.
Das "Sitzen" hat verschiedene Gründe...
- Aerodynamik, da weniger Stirnfläche
- Längerer Beindruck (=Antriebsphase), da ein stäker gebeugtes Knie länger bis zur Streckung arbeiten kann (kostet aber enorm Kraft und ist kniebelastender)
- Bessere Fahrstabilität durch niederigeren Schwerpunkt
- bessere Mobilität z.B. beim Spurwechsel, so eine Art spontane Spritzigkeit oder Antrittsstärke (ich weiß nicht ob es einen Begriff dafür gibt)
Das klingt zwar alles ganz toll, weil man dadruch schneller fahren kann.
Ja, WENN man die Kraft in den Beinen für einen tiefen Stil hat.
Ich beobachte, dass Ex-Einschnelläufer und Speedsakter das recht gut hinbekommen, weil die tiefe Position für sie normal ist. Das sind dann die geeigneten Kanditaten für kürzere Stöcke.
Aber sogar ambitioniertere Hobby-Skiskater schaffen es oft kaum so weit runter. Dafür haben sie häufig etwas mehr Kraft in den Armen und setzen das mit ihren wiederum längeren Stöcken dann ganz gut um.
Bleib nur bei deine langen Stöcken, Klaus, Knie und Rücken werden es dir danken.
Frank
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