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Alt 31.12.2007, 16:49
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Frank Röder Frank Röder ist offline
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Daumen hoch Bericht vom Halbmarathon... (Teil 2)

Bei km 4,9 ging es die leichte Steigung zur Autobahnbrücke hoch. So richtig spritzig ging das nicht und mein Puls hämmerte wie auf den Kilometern zuvor bei konstant 171 Schlägen pro Minute. Auf der Abfahrt war zu spüren, dass sogar nasser Asphalt schwerer rollt als trockener, mit Rollenlassen war in dem 4%igen Gefälle auf der anderen Seite kein Blumentopf zu gewinnen. Sogar die Stöcke schienen häufiger abzurutschen. In den Kurven musste man einigen Schottersteinen ausweichen und die dünnen braunen Schlieren auf dem Weg entpuppten sich als nasser Feinsand.
Da meine "Rennskikes" keine Schutzbleche haben, wurden meine Schuhe immer nasser und nasser, vor allem von vorne. Das Mehrgewicht wurde spürbar und erforderte eine kleine Umstellung in der Technik. Bei km 6 dachte ich kurz daran, das Tempo zwecks Kräfteeinteilung etwas herauszunehmen, aber ich drückte dann doch noch bei zur zweiten Wende bei km 6,8. Beim Bescheunigen beschloss ich dann zu drücken was noch geht, schließlich waren es ja nur noch 14 km bis zum Ziel und der Puls war beruhigend niedrig. Km 7,7 km kam mir Conni entgegen, ich lallte ihm mit eiskalter Gesichtsmuskulatur schnell zu "diwendekomtkurzvormhändisender...", ich hätte es selbst kaum verstanden. Hoppla, der Vorsprung war jetzt rund 1,5 km. Danach wurde es abwechslungsreich. Wie an einer gedehnten Perlenkette wurden mir alle Teilnehmer von leichten Rückenweind entgegengeweht. Irgenwie machte es wieder enormen Spaß. Nasse Füße, kaltes Gesicht, jedoch warme Muskeln und gutgelaunte Teilnehmer, das überzeugte mich.
Die zweite Fahrt über die Autobahnbrücke war etwas holprig, weil die Stöcke schlechter griffen als ich es gewohnt war. Obendrauf Damenmannschaft in guter Stimmung. Bergab dann ohne Abfahrtshocke, der Kampf um jede Sekunde ging weiter. In Richtugn Rundenende ging es erfrischend leicht, Dank Windbewegung von hinten.
Km 10 in 31:16 Minuten zeigte mir an, dass ich heute unmöglich die Zeit meiner zu schnellen ersten Hälfte des Marathons erreichen konnte. Viertelmarathon in 32:48 - jetzt war mein Ziel noch eine gleichschnelle zweite Hälfte zu schaffen, also eine klare 1:05er-Endzeit. Vorstellen konnte ich mir das zwar nicht, das ich subjektiv ab km 1 schon "am Anschlag" fuhr. Doch wirklich schlecht ging es mit nicht, eigentlich sogar besser als beim Marathon. Die nächsten Kilometer gingen dann zwischen 3:04 und 3:10, also recht konstant. Am Kreuzungspunkt verpasste ich schon etwa letze hälfe Teilnehmer. Eigentlich ging die zweite Hälfte exakt wie die erste, nur dass meine Wangen auftauten. Der Versuch auf dem Rückweg, nach der vierten Autobahnüberquerung, bergab durch Rollenlassen reserven für die letzten 1,8 km aufzusparen, war ziemlich sinnlos, es ging ohnehin nocht schneller, aber eban auch nicht langsamer. Es war weder ein Endspurt drin, noch bestand die Gefahr zu "platzen". Die zweite Hälfte konnt ich in exakt 33 Minuten absolvieren - 12 Sekunden langsamer also die erste, dafür lag der Puls bei konstant 170. Die Endzeit von 1:05:48, war nicht brauschend, aber eigentlich ziemlich genau, was ich erwartet hatte.
Wenn ich bedenke, dass ich vorher nur rund 30 km pro Woche Training hatte, muss ich aber zufrieden sein und bin es auch.
Conni hatte auf den zweiten Platz liegend nach rund 12 km aufgehört, weil er noch Überbleibsel einer alten Erkältung spürte, schön wenn sich jemand traut vernünftig zu sein. Helmut hatte nach einer doppelten Reifenpanne noch eine dritte Panne wegen gelöster Fußschalen, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Damit sollten seine Pannen für 2008 schon abgehakt sein. Dieser beiden Leistungsträger wären zum Auffüllen einer größerern Lücke notwendig gewesen.
Als zweiter kam dahar in 1:29:46 Markus ins Ziel, was einem Schnitt von über 14 km/h entsprach. Bald darauf näherte sich Reinhard der Ziellinie und überquerte sie nach 1:33:45 Stunden. Noch Sichtkontakt zu ihm hatte Wolfgang, der sich in 1:35:31 ins Ziel rettete.
Der 15-jährige Christian bewies sein Talent und unglaubliches Durchhaltevermögen und knackte noch mit 1:39:43 die 100-Minutenmarke. Andeas wurde von den Damen ins Ziel getrieben und kam noch in 1:42:22 knapp von Alena an, die mit eleganter Technik nur 23 Sekunden später finishte. Wegen Schmerzen musste Sigrid die Damen-Formation am Ende verlassen und schafft mit 1:47:11 eine für diese Bedingungen sehr respektable Zeit, die praktisch identisch mit ihrer Zeit vom September war. Die mäßigen Streckenbedingungen dürften sie etwa 4 Minuten Zeit gekostet haben.
Die Tücke der Strecke war die Feuchtigkeit und der Feinstsand, den man damit in Schuhe und Strümpfen zunehmend aufsammelte. Das steigende Gewicht der Skikes (mehr der Schuhe) war deutlich spürbar und an diesem Tag waren eindeutig die Benutzer von Schutzblechen im Vorteil, letztendlich sogar, was das Tempo betrifft.

Die Zeiten und die Relativ-Wertung stehen hier in der Ergebnisliste. (Download mit der rechten Maustaste)

Der nächste Halbmarathon wird Ende Februar oder Anfang März stattfinden. Marathon dann Anfang April. Zwischendurch sicher auch ein Cross-Wettbewerb über 8 und 15 km und dann im Mai wahrscheinlich ein "Drittel-Wasa" über 30 km Cross (die 45 km sind ein "Brett" das man sich nicht unbedingt antun sollte). Vielleicht auch noch ein richtig schneller 10 km-Lauf und ganz sicher 2008 ein oder zwei Biathlon-Veranstaltungen.
Jetzt geht es langsam richtig rund in der Skike-Szene!

Frank

(Die Ergebnisse werden noch nachgereicht)
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Geändert von Frank Röder (02.01.2008 um 10:32 Uhr). Grund: Ergänzunge über Ergänzungen...
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