Hallo Mikey,
dieses "lustige" Fahrverhalten lässt sich wohl durch den deutlich geringeren Reifendruck dieser Skates erklären. Die Walkarbeit macht's möglich. Die Reifen sehen ja aus wie die Pneus für Sackkarren aus dem Baumarkt und die werden mit rund 2 bar gefahren.
Bei meiner zweiten Fahrt auf Skikes (anno 1685) war ich auch überrascht, wie handlich sie gegenüber meiner ersten Fahrt waren. Es war auch auf Asphalt leicht möglich enge und saubere runde Kurven zu fahren. Das war aber kein plötzlicher Lernfortschritt sondern ein Anfägerfehler (Skikes ca. 1 x die Woche aufpumpen!).
Zum Glück habe ich noch bemerkt, dass der Reifendruck bei knapp 3 bar lag (Anfängerfehler, siehe oben), denn sonst wäre ich keine zwei Kilometer weiter gekommen ohne platt zu gehen.
Das ist das Problem: Wenn man den optimalen Kompromiss zwsichen Bodenhaftung, Zuverlässigkeit und Rollwiderstand erreichen möchte, ist man bei Skikereifen auf einen sehr engen Druckbereich beschränkt. Ich denke so plumminus 1 bar und insgesamt immer im Hochdruckbereich über 5 bar.
Zuverlässig können die großen "Schubkarrenräder" der Trailskates durchaus auch geringem Druck sein, aber ich zweifle, dass man dann noch einen humanen Rollwiderstand erreichen kann. Na ist ja auch ein anderes Konzept.
Skikes mit extrem viel Luftdruck dürfen auch zum (kaum kontrollierbaren) Driften neigen, weil die Auflagefläche des Reifens und die Anpassung an Unebebenheiten rapide abnimmt. Fast platt, fahren sie ebenfalls "lustig", aber es wird garatniert auf Dauer ein teuer Spaß. Sprich die Handlichkeit ist in beiden Fällen größer, mit zu wenig Druck "pannenfreundlich", mit zu viel Druck fast unkontrollierbar.
Driften geht aber mit Skikes. Es erfordert aber eine zeimelich gute Standfestigkeit auf den Geräten. Skialpinsten haben da technische Vorteile.
Man nehme ein einen etwas dicker belegten Feinschotterweg ohne Unebenheiten. Da der Schwung beim ersten Drift gleich weg ist, am Besten ein leichtes Gefälle nehmen.
Ach ja, für diesen Spaß braucht man sehr gut passende stabile Schuhe auf den Skikes, sonst ist die Kontrolle nicht ausreichend. Wer verstellbare stöcke hat, für dieses Vergnügen ganz kurz einstellen, möglichst alpin eben.
Ich habe schon als Jugendlicher verschiedene Fahrzeuge mit reifenmordend geringem Reifendruck bewegt und mich immer über das "driftige" Fahrverhalten gefreut. Ein Cross-Skate mit diesen Eigenschaften macht bestimmt Spaß, aber dafür sind die Skikes wohl nicht wirklich geeignet.
Wer also konkrete Erfahrungen mit solchen Geräten hat, meldet euch mal, damit das nicht alles reine Theorie bleibt.
Frank
Geändert von Frank Röder (28.12.2007 um 14:37 Uhr).
Grund: Ergänzungen + Korrekturen
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