(!! für Freaks !!) verschiedene Stocklängen getestet
Also nun endlich hat sich das Wetter wieder verbessert und ich bin während 2 Stunden mit verschiedenen Stocklängen und Lauftechniken gelaufen. Es war super Wetter, der Boden gefroren und der Test unglaublich spannend. Ja, jetzt weiss ich gar nicht so richtig wie ich beginnen soll. Am besten vermutlich wie ich es erlebt habe.
Damit euch das Ummünzen auf eure Verhältnisse einfacher fällt, werde ich vom Faktor (Stocklänge / Körpergrösse) ausgehen. Ich bin 177 gross.
1) Faktor 0.99 = 175cm Stocklänge
Da ich mit dieser Stocklänge noch nicht vertraut war lief ich erst mal eine halbe Stunde mit dieser Stocklänge verschiedenes Terrain. Was mir beim Einlaufen sofort auffiel der Schub kam leichter. Den Stockeinsatz machte ich zu beginn erst ca. 10-20 cm hinter dem Hinterrad. Der Stoss ist so aber relativ kurz und die Stockführung anspruchsvoll, was mir dann bei höherem Tempo (ca 20hKm) nicht mehr passte. Als ich den Stockeinsatz für die Verlängerung der Armarbeit zum Knöchel nach vorne nahm viel mir auf wie ich mit der Hüft zu weit nach oben kam und so die Beinarbeit schlechter wurde. So versuchte ich doch mal etwas tiefer aus der Hüft zu laufen. Nun wurde aber die Stockarbeit schwieriger ich musste unheimlich hoch greifen um noch einen "langen" Armzug machen zu können. Ich konnte einfach keinen schönen Rhythmus finden wo die Bein-Armarbeit zusammenstimmte.
2) Faktor 0.82 = 145cm Stocklänge
Diese Stocklänge war ich mit den Inliner schon öfters gelaufen. Aber plötzlich 30cm kürzere Stöcke laufen ist unglaublich und wollt schon bald abbrechen, doch sagte ich mir was ich mal konnte muss auch jetzt wieder gehen. Ich nahm dann die Hüfthöhe eines Speedinliners ein (Hände auf Knie) und skatete so los. Jetzt ging’s schon besser mit Stockeinsatz. Unglaublich was ich aus den Beinen herausholen konnte. Aber nichts für Einsteiger eher für Radfahrer und Speedinliner. Konnte so die Wichtigkeit einer tiefen Abstossposition wieder mal so richtig erkennen. Die Stöcke konnte ich nur in den schnellen Passagen befriedigend einsetzen. Im ruppigen Gelände ist der Abstosswinkel des Stockes schlecht. Schlecht vor allem auch wo die Haftung der Skikes fehlt.
3) nochmals 0.99 = 175cm Stocklänge mit tiefer Position
Wollte den langen Stock nochmals mit extrem tiefer Hüftposition laufen. Doch das geht wirklich nicht. Die Hände reichen dann ca. 30cm über Kopfhöhe.
4) 0.90 = 160cm Stocklänge
Konnte sofort ein super Rhythmus laufen. Fühlte mich wohl. Dachte mir in ruppigen Abschnitten wäre ein etwas längerer Stock besser. Am besten ging es wenn ich mit der Hüfthöhe tief kam. Fühlte mich so stabiler und der Stosswinkel vom Stock war direkter.
5) 0.93 = 165cm Stocklänge
Im ruppigen Gelände und wo die Haftung zum Boden fehlte lief es sich eher besser doch sobald es sich gut rollt konnte ich bereits die Beinarbeit nicht mehr vollkommen ausschöpfen.
6) 0.88 = 155cm Stocklänge
Schnelle Abschnitte und Sprints konnte ich so sehr gut laufen. Doch alles andere fühlte ich mich mit dem Faktor 0.9 wohler.
Fazit
Optimal für verschiedenes Terrain ist 0.9 x Körpergrösse. Für extrem ruppige Fahrten wäre ich wohl mit 0.93 x Körpergrösse besser bedient. Bei längeren Stöcken verliere ich zuviel Antrieb aus den Beinen. Kürzere Stocklänge als 0.9 x Körpergrösse kommt für mich künftig nicht mehr in Frage, weil dann die Armunterstützung bei diesen Tempi zu schwach ist. So muss ich meine vorige Meinung leicht revidieren. Ich tendierte vor dem Test eher kürzere Stöcke zu laufen.
Geändert von Skike-Steph (18.11.2007 um 17:58 Uhr).
Grund: Bericht fertiggeschrieben
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