Hallo Volker,
es ist eigentlich fast unmöglich die untere Rückenmuskulatur beim Skiken/Skilanglauf nicht mitzutrainieren. Jedes Vorbringen der Arme entspricht einem leichten Aufrichten des Oberkörpers oder einem Anheben eines leichten Gegenstandes. Auch wenn vorher (beim Doppelstockschub) die Kraftübertragung spürbar über den Bauch ging, direkt danach wird praktisch die gesamte Rückenmuskulatur angesprochen. Es geht eigentlich gar nicht anders.
Die Gründe für deine Beschwerden könnten verschiedene Ursachen haben:
- Gleitende Wirbel
- Verschleiß einzelner Bandscheiben oder Bandscheibenvorfall (keine Panik, das bekommt man hin)
- Verschobene Wirbel
- falsche fest eingeprägte Bewegungs- oder Haltungsmuster (Fehlhaltungen und -bewegungen)
- weitere Ursachen
Das müsste dann genauer untersucht werden. Was ich aber sagen möchte, dass die Belastung beim Skiken eigentlich förderlich sein müsste, weil es ein sehr schonendes Bauch- und Rückentraining ist. Wenn es wegtut, trotzdem besser sein lassen, denn der Mensch ist mit seinen Wehwehchen leider sehr indivuduell. Ich könnte dir sogar Gründe nennen, unter welchen Bedingungen man vom Schwimmen Rückenschmerzen bekommen kann.
Die Rennradhaltung ist nicht grundsätzlich schädlich für den Rücken, wenn sie mit einer gewissen Muskelspannung stabilisiert wird. Da niemand immer daran denken kann, haben Viel-Radfahrer (auch Profis) oft Gleitwirbel, was an sich noch kein richtiger Schaden ist, aber anfällig macht.
Ich selbst wurde im Urlaub vor drei Wochen von einen fähigen Masseur in drei Wirbelpositionen korrigiert. Der Unterschied ist enorm, die Wirbelsäure "funktioniert" deutlich besser.
Der Mensch ist zu individuell, dass man sagen kann, dass Dehnen oder Kräftigen bei bestimmten Beschwerden unbedingte Abhilfe schafft. Manchmal ist leider sogar das Gegenteil der Fall. Ich hoffe, du kannst die Ursachen deines Leidens bald eingrenzen.
Gute Besserung!
Frank
Geändert von Frank Röder (29.10.2007 um 16:59 Uhr).
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