Nachdem schon viele von Euch Ihre Eindrücke geschildert haben, will ich nun nicht nachstehen.
Für mich war der Halbmarathon quasi mein erster sportlicher Wettkampf seit meinen letzten Bundesjugendspielen (da hatte man noch vierstellige Postleitzahlen und Raider hieß noch nicht Twix...

). Meine Teilnahme stand bis kurz vor den Start noch auf der Kippe, da für mich am Samstag und Sonntag auch ein Modellsegelflugwettberwerb angesetzt war. Also hieß es bei Regen und Wind Skiken, bei schönen Wetter Segeln.
Wie gut das der Wind kam... Mit dieser Meinung bin ich sicher der einzige im Starterfeld gewesen, aber nichtsdestotrotz wurde der Trinkrucksack mit 2l Wasser gefüllt, noch mal ordentlich Luft aufgepumpt und die wetterfeste Jacke übergezogen. Letzteres sollte sich gleich als zuviel des Guten herausstellen, bei 14° Außentemperatur war es für die Jacke einfach viel zu warm, auch die lange Hose war zuviel des Guten. Aber egal. Mutig raus gefahren, der Start lag nur 500m von daheim, und mal geschaut wer so alles da ist. Nach der ersten Vorstellungsrunde ist mir dann aufgefallen, dass ich nun wieder der einzige war, der keinen Helm auf hatte. Blöd. Na gut, nicht mehr zu ändern. Die Zeit bis zum Start ging schnell herum und es wurden die ersten Energieflüssigkeiten aus mysteriösen Tuben in die Münder gedrückt (komische Sachen machen die Profis hier

). Es gab kein zurück mehr und genau wie Sigrid und Wolfgang habe ich zu mir gesagt, geb' den Turbojungs mal 'nen kleinen Vorsprung und schau dir das Geschehen in Ruhe von hinten an, später kannt Du sie immer noch einholen… Mit Wolfgang hatte ich jemand gefunden der in meinem Geschwindigkeitsbereich fährt, also mal drangehängt und laufen lassen. Komisch war nur, ich war so verkrampft, dass ich keinen schönen Rhythmus gefunden habe. Normalerweise stellt sich bei mir nach 1km ein geschmeidiges Gleiten ein und es läuft einfach, doch jetzt... Da lief nichts rund. Wusch wusch wusch….. was war den das?????? Mit einem Affenzahn kamen uns Holger, Frank und Tino entgegen. Mann sind die schnell. Von so was wird man nicht lockerer, aber egal. Bis zur ersten Wende auf der kleinen Brücke ging es schleppend, sollte der Rückweg mit Rückenwind besser werden?? Ja es wurde besser. Die Beine wurden lockerer und es lief so langsam besser. Direkt nach der Wende kam uns auch schon Sigrid entgegen und ich hoffte Sie könnte noch aufschließen, ich hatte Sie ja schon vor einer Woche beim "Geheimtrainig" laufen sehen und da sah es gut aus. Also weitergleiten und sich auf die erste Brücke vorbereiten, vorbei an „Kamerakind“ Volker und rauf. Ging gut, runter noch besser. An der Deponie gewendet und zurück zur Brücke, doch wo war Sigrid?? Der Abstand wurde doch langsam größer, was schade war. Nach der zweiten Abfahrt lief es so gut, dass ich an Wolfgang vorbei gehen konnte. Es lief jetzt rund aber die Strecken gegen den Wind waren schon lecker anstrengend. Die zweite Runde lies sich nun auch gut an, wobei ich nun langsam müde Beine bekam. Was war denn los, bei den Trainingsläufen war da immer alles ok? Komisch, ist das jetzt so ein Wettkampfding? Egal, noch eine halbe Runde und der Halbmarathon ist gelaufen. Durch den Wald, über die wellige aber a….schglatte Zielgerade, geschafft. Mit lecker 177 Puls angekommen und froh es geschafft zu haben. Wusch, wusch und noch mal wusch… da war es wieder dieses Geräusch. Nachdem ich meinen Halbmarathon geschafft hatte, kamen wieder die schnellen Drei vorbei und hatten schon ¾ Ihrer Strecke gemacht, uff. Also kurz ausschnaufen und mit den Jungs im Ziel reden. Meine Jacke hatte ich vor dem Start kurzfristig bei Frank im Auto deponiert, der aber ja noch unterwegs in Sachen WUSCH… Also kurz nach Hause rollen, Pullover überziehen und zurückfahren, ja mit dem Auto, ich wollt mich ja irgendwo reinsetzen können, damit ich mir keinen Zug hole.
Mein Fazit lautet: Gelungene Veranstaltung, nette Leute und viel Spaß.
Jörg