Keiner bleibt ewig "oben"
Auch ich nicht!
Gestern hat es mich nach 2 Jahren 6000 km dann doch das erste mal erwischt. Nichts Wildes, ich war nur 10 km/h schnell aber ich wurde doch zwangsläufig zum Nachdenken über Umweltschutz auf Feldwegen angeregt. Während ich mich sonst immer sehr konzentriere, muss ich sage, die lockeren Ausfahrten sind die Gefährlichsten. Es war eine der wenigen Einheiten bei der ich allein (!) mit niederigem Puls unterwegs gewesen war.
Auf einem Weg, der hin und wieder von schrebergärtnerenden Anwohnern mit diversen Entsorgungsprodukten "ausgebessertet" wird, dachte ich noch:
"Na in den Haufen Glassplitt sollte keine fahren oder fallen" und setze zum Ausweichen an. Mit dem rechten Skikevorderrad einen keilförmigen Stein festklemmend (Rad blockiert), fuhr ich gleichzeitig links in ein tiefes Sandloch.
Na ja, schnell war ich nicht und bin noch so weit in die Knie gegangen, dass ich sehr sehr langsam vorn übergekippt bin.
Als ich mich dann in die Scherben kniete (ich gehöre keiner Sekte an, die das mag), ließ ich mich, zwecks Aufprall-Oberflächenvergrößerung, nach vorn fallen. Fakire tun das auch, das mit der Flächenvergrößerung, aber ich glaube, die haben keine Skikes an den Füßen.
Beim Aufstehen dachte ich noch "Glück gehabt, hat gar nicht weh getan, war ja nur Dreck" oder so ähnlich. Aber dann rieselten die scharfkantigen Glaswürfelchen von meiner Haut zu Boden und eine ziemliche Anzahl blieb in Knien und Ellenbogen stecken. Auf dem letzen Kilometer zum Auto spendete ich dann reichliech Blut für dei Bodenfauna. Im benachbarten Freibad verarztete ein hilfbereiter Bademeister, der zunächst vermutete, ich sei überfallen wurden. Es eben mehr nach einen Schrot-Schuss in die Beine aus als nach einem Rad- oder Inliner-Sturz.
Alles in allem aber eine ziemlich schmerzlose Sache, da es bei diesem geringen Tempo keine Prellungen gab. Auf glatten Aspahlt wäre die Haut kaum durch gewesen. Aber beim Duell Haut gegen Glasscherben, gewinnen die Glasscherben. Was für eine bescheuerte Idee so etwas auf Wegen auszustreuen! Die Idee genau dort zu stürzen war aber auch nicht besser, ich gebe es zu. Jedenfalls kann ich heute uneingeschränkt Skiken, das ist die Hauptsache!
Volleyballknieschützer sind mir natürlich sofort in den Sinn gekommen. (Danke Klaus!)
Ich fahre zwar öfters aber nicht prizipiell ohne Helm, auch wenn ich vielleicht den Eindruck erwecken sollte. In unbekanntem und schweren Gelände setze ich den "Eimer" auf. Auch wenn ich mit einem Schnitt von mehr als 15 km/h auf der Straße unterwegs bin.
Frank
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